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9 Seiten von meinem Buch

 
 
 
eine Reise
 
Was die Presse meint!
 
Zur Jakobsmuschel
 
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Über die Pilgerfahrt nach Santiago
 
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Jakobuskult und Jakobuspilger in Villingen

 

Aus Spanien heimgekehrt, bildeten die Pilger Jakobusbruderschaften und errichteten Kapellen zu Ehren des Hl. Jakobus. In ihrem Kreis entstanden viele Legenden über dessen Wundertaten, so auch die Geschichte von dem frommen Pilgerpaar, dessen Sohn auf betrügerische Weise an den Galgen gebracht wurde, aber mit Hilfe des Apostels gerade noch gerettet werden konnte. Daran erinnert eine vermutlich im letzten Drittel des 13. Jahrhunderts entstandene Steinplastik, die sog. Pilgerkrönung, die heute im Villinger Münster zu sehen ist.

Von ihrem früheren Aufstellungsort, der Jakobuskapelle (St. Jacobus et St. Verena) bei Nordstetten, zeugen heute nur noch der Flurname "Bei St. Jakob" und die "Jakobsgasse".

Eine Karte aus dem 16. Jahrhundert zeigt St. Jakob

 

"In einem feinen Wiesentäle mit gutem Brunnenwasser durchflossen, unter einem Forrenschächle (Fichtenwäldchen) gelegen..." - So wird diese Kapelle in einem Bericht von 1659 beschrieben. Die Grenzen des ansehnlichen Grundbesitzes hatte man mit Grenzsteinen markiert, die mit der Pilgermuschel gekennzeichnet waren. Aber in dem Jahr 1659 war die Kapelle schon im Gefolge des 30-jährigen Krieges zerstört.

Der Rat der Stadt Villingen beschloss, die Kapelle nicht wieder aufzubauen. Ihr Vermögen ging an den Münsterfonds, die Steinplastik wurde in die Altstadtkirche (heute die Friedhofkirche im Stadtbezirk Villingen) verbracht.

Wo früher die Jakobskapelle stand, befand sich lange Zeit ein Brunnen als Viehtränke. Bei der Verlegung des Brunnens vor einigen Jahren waren im Zuge der Grabungen noch Deicheln (hölzerne Wasserrohre) zum Vorschein gekommen.

Die Wege der Pilger
Einige kamen vermutlich von Nordwesten, wanderten auf der "Langen Gaß" nach Nordstetten und trafen bei St. Jakob andere, die von Rottweil kamen. Von hier aus zogen sie nun anschließend weiter nach Süden oder überquerten den Schwarzwald in Richtung Südwesten.

Eine Initiative bemüht sich gerade die Kapelle wieder aufzubauen.

Unten: Pürschgerichtskarte von 1607, rechts unten steht die kleine Kirche neben einem Ziehbrunnen.

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Auf einer Flurkarte aus dem 19. Jahrhundert ist der Weg von Villingen zur Jakobskirche an den Flurnamen gut erkennbar. Schwerer erkennbar die "Jakobsgasse", dann der Flurnamen "bei St. Jakob".

Der Jakobsweg heute verläuft auf dem gradlinigem Weg von Nordstetten nach Villingen und läßt den vermutlichen Platz der alten Kirche links liegen.
Unten:
Ein altes Foto (Detail) aus dem Jahre 1997

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