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9 Seiten von meinem Buch

 
 
 
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Über die Pilgerfahrt nach Santiago
 
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Caminho portugues -
Der portugiesische Jakobsweg im März 2009

Teil 2


Von Tui nach Santiago

Entfernung: 115 km

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... aber erstmal noch einen "solo" trinken, in Spanien wird es teurer....

Es geht über die Eisenbahn- und Straßenbrücke (Europabrücke), rechts auf eigenem Durchgang über den Fluß Miño nach Tui . Und ich bin nun in Spanien, in der autonomen Region Galicia.

In Tui besuchen wir die Kathedrale und den Kreuzgang, in dem leider nicht für mich gedeckt war.
Die Herberge wird von einer äußerst dominanten Spanierin geleitet.

9 km ist es auf den Wegen nach Orbenille gerade noch erträglich, aber bis Porrino geht es lange Zeit durch ein Industriegebiet. Wegen eines Fotos bin ich nach links vom Weg abgegekommen und einfach weiter gegangen und bin versehentlich um diesen häßlichen Teil herumgangen.
Verlaufen und irre gehen ist kein Verlust, wenn man mit Verstand gesucht hat...

Dann tauchten weitere Mitwanderer auf, so dass die Abende sehr unterhaltsam wurden.

Hier hat es eher geteerte Straßen, so dass man hier auch mit dünneren Sohlen durchkommt.

Aber es hat immer wieder sehr schöne ruhige Wegestücke und genügend Einkehrmöglich-keiten. Angst vor Mangel braucht man wirklich nicht haben. Ein Liter Wasser genügt.

In Redondela (oben) kann man ans Meer laufen und den Atlantik atmen, wenn nicht gerade Ebbe ist.

In Pontevedra finden wir die Kathedrale "Virxe Peregrina" (jungfräuliche Pilgerin), die im Grundriss einer Jakobsmuschel gebaut wurde.
Es ist die einzigste Darstellung einer weiblichen Pilgerin, die ich bislang wahrgenommen habe.

Der Präsident der hiesigen Jakobusgesellschaft ist der rührige Celestino Lores Rosal. Näheres hier.

Von der Herberge in die Stadt sind es ca. 1,5 km. Im Museum und noch weiteren Kirchen lohnt ein Besuch.

Wir haben in Briallos Station gemacht, am Rande des Dorfes steht eine tolle Herberge. Kochen lohnt sich hier!
Eine Empfehlung: Kauft im Dorfladen keinen regionalen offenen Wein. Er ist ungeniesbar.

Links unten: In Caldas del Reis finden wir noch Thermalquellen. Man kann dort seine Füsse reinstellen. Ich habe es gemacht, aber der frühen Stunde wegen hat es meinen Kreislauf etwas durcheinander gebracht. Aber nach 10 km hat sich alles wieder geregelt.

Genau genommen war der morgendliche Aufbruch in die sonnendurchflutete Kühle eines Frühlingsmorgen ein unglaubliches Gefühl. Die Farben, gebrochen durch die Tautropfen auf dem frischen Grün, die murmelnden Bäche und die Geruch der Eukalyptusbäume mit ihren frischen Blüten kann ich jetzt noch spüren, wenn ich die Bilder anschaue.

Rechts ein hl. Rochus, der zwar als Pilger gekleidet, nur bis Rom gekommen ist. Er deutet auf seine Pestwunde. Ein Hund bringt ihm Brot.

In Padron soll der Legende nach das Boot mit den sterblichen Überresten des Jakobus festgemacht haben. Unten ist eine Kopie des Anlege-Steines. Das "Original" finden wir in der Kirche links unter dem Altar.

Hier ist ein aufdringlicher "Gehilfe" aktiv, der auch das Fotografieren verbieten will.

Eine steinerne Nachbildung des Karrens links, der den Transport weiter übernommen hat.

Links unten: Janie hat ihre Motorradklamotten mit auf die Reise genommen, deshalb hatte sie einen so gewaltigen Rucksack. Aber sie war glücklich und hat das ständig getwittert!

Unten: Vier nichtrauchende sehr sympathischen Spanier aus Madrid. Sehr ungewöhnlich, da ich immer den Eindruck hatte, dass in Spanien alle rauchen.

Nur an diesem Tag war der Himmel nicht blau. Trotzdem ist es spannend auf einem neuen Weg nach Santiago zu laufen und zu schauen, von wo man die Kathedrale zum ersten Mal sieht.

Ein Festessen am Ende - krönender (Zwischen-) Abschluß einer wunderbaren Reise mit herrlichem Wetter bei Pia im Restaurant Rua nueva, das jetzt (3/2010) aber leider geschlossen ist.
Ich war mit einigen Reisegruppen zum Schluß und als kulinarischen Höhepunkt bei der lieben Schweizerin gewesen, aber sie war jetzt auch telefonisch nicht mehr erreichbar gewesen.

Links der Schattenpilger hinter der Kathedrale. Nur nachts steht er da.

In vier Etappen geht es weiter über Negreira (22km), Olveira (33km), Muxia (29km) nach Finisterre (31km). In jedem Ort gibt es eine schöne Pilgerherberge.

Insgesamt ein wunderbarer ruhiger Weg mit mehr Einsamkeit und Stille.

In Muxia soll der Legende nach die hl. Maria mit einem steinernen Schiff angelandet sein um Jakobus bei seiner Missionsarbeit zu unterstützen.
Einige der Felsenstücke werden als Teile des steinernen Bootes gedeutet.

Rechts oben: 9 mal hindurch kriechen und man ist sein Rückenleiden los!

Links: Wenn man hier unter Gebeten den Kopf hinein hält, wird man von Krankheiten des Kopfes geheilt.

Rechts oben: Finisterre

Rechts und links: Der Strand auf der von Finisterre abgewandten Seite.

Der Weg von Muxia nach Finisterre:
Ein wunderschöner Weg am Meer entlang, durch Wälder, durch kleine Ortschaften. In der Mitte, kurz nach der Brücke (die man bei Hochwasser nehmen muß), kann auch übernachtet werden.

Das triste aber irgendwie doch hoffnungsvolle Bild rechts habe ich nach einer nicht sehr erfreulichen Reise in Gesellschaft (auch das kann passieren) im März 2010 gemacht.
Der letzte Kilometerstein am Cabo Fisterre, wo der Weg endgültig zu Ende ist.
Eine Buchempfehlung kann ich nicht aussprechen. Was es gibt ist entweder umständlich in der Wegbeschreibung und/oder fehlerhaft. Man braucht eigentlich nur eine Kilometerliste mit den Herbergen.
Wenn Sie das erste Mal gehen, nehmen Sie das von Outdoor, das wiegt wenigstens nicht viel.

Hier nochmals alle Materialien und Links:
Von der U-Bahn zum Jakobsweg (Ismai)
Entfernungsliste
Daten für Google-Earth
Karten vom Weg
(zur Zeit nicht erreichbar, bei mir nachfragen)
2 Karten des Weges: 1+2
eine weitere Übernachtungsliste von Pilger-faq

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Weitere Wege auf der Iberischen Halbinsel