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9 Seiten von meinem Buch

 
 
 
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Über die Pilgerfahrt nach Santiago
 
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Die Nutzung jedwelcher Art der von mir hergestellten Unterlagen, Abbildungen und Texte ist bei mir anzumelden. Wenn Sie mich zitieren, bitte ich um einen Hinweis auf meine Veröffentlichung oder meine Home-page.
Bitte beachten Sie, daß einige Links direkt zu anderen Anbietern führen, für deren Inhalte ich nicht ver-antwortlich zeichne, die aber dazu beitragen, dem Betrachter ein Gesamtbild der europäischen Pilgerwege zu vermitteln.
 

Via de la Plata

Teil 1: Von Sevilla nach Merida
Teil 2: Von Merida nach Salamanca (297,5 km)
Teil 3: Von Salamanca nach Puebla de Sanabria
Teil 4: Von Puebla de Sanabria nach Santiago

Weiterhin ist die Via de la Plata hervorragend markiert. Die Einkehr-möglichkeiten nehmen zu. Die Herbergen sind im März 2011 in gutem bis sehr gutem Zustand. (Diesmal sind die Bilder häufig doppelt belegt!)

8. Etappe von Merida nach Aljucen
Länge: 17,1 km
Übernachtung: Herberge von Annalena. Vertraut, abgenudelt mit ein wenig Schimmel an den Wänden. Neue Herberge gegenüber der Bar in gutem Zustand. Anna war 2016 beleidigt.

Wenn wir Merida verlassen, finden wir bevor wir die Eisenbahn unterqueren noch links ein Cafe mit WiFi. Anschließend passieren wir den den römischen Viadukt. Der Weg aus der Stadt ist deutlich markiert und zuerst an der Strasse entlang. Freundlicherweise gibt es nun eine Extraspur für Radfahrer und Fußgänger auf der Strasse zum römischen Stausee hinunter. Ihn umwandern wir und folgen einer schmalen Teerstrasse, die wir später nach links verlassen. Dann durch hügelige Landschaft, durch Bäche und Weidetore. In El Carrascalejo finden wir links neben der Kirche eine Bar ohne Kaffeemaschine.
Diese kurze Etappe endet nach der Unterquerung der Autobahn in Aljucen. In der Dorfmitte hat es eine schattige niedrige Bar, wo es den Schlüssel für die Herberge (10 €) (Bild links unten) gibt. Empfehlenswerter ist die obere Bar an dem neuen Platz. Auch ein Laden hat während der Woche öffen.

Links das Bild dahinter ist von 2004, als es mit den 2 Frauen noch familiärer war.
9. Etappe von Aljucen über Alcuescar nach Aldea del Cano
Länge 36,5 km
Übernachtungsmöglichkeit: Pilgerherge, Schlüssel in Bar nebenan
Wir folgen der Strasse hinunter aus dem Ort, links über die Brücke und finden eine Tankstelle mit Bar, die leider jetzt (2011) geschlossen ist (2.Bild links unten). Danach auf einer Piste durch eine wirklich schöne Landschaft mit vielen Blumen und Felsen, Schafen und Kühen, anfangs am Bach entlang, Der Weg wird karger und steigt langsam an, bis wir eine Hügelkette überschritten haben (nach links zum Hotel Los Olivos, gut!) und unten Alcuescar sehen. Das historische Gebäude links, ein Kloster mit Behinderteneinrichtung, empfehle ich zu meiden. Der Hospitalero neigt zu körperlichen Übergriffen (2016), das Essen ist absolut schlecht.
Auf der Piste links verlassen wir den Ort und bleiben auf der Ebene, passieren Casas de Don Antonio (Paco auf der alten Steinbrücke, links unten) und betreten Aldea del Cano. Die Herberge ist schön.
Noch 2005 musste ich mir dort unter die Isomatte noch einen Karton unterlegen, um nicht zu erfrieren. Die Bibelforscherin war mit ihrem Anhang auch schon da: sie hatte den Bus genommen und ihre Bekehrungsversuche fortgesetzt.

Interessanterweise feiert dieser Ort einmal im Jahr das Fest des Herings.
10. Etappe von Aldea del Cano über Valdesalor nach El Casar de Caceres
Länge 34,5 km
Übernachtungsmöglichkeit: Pilgerherge, Schlüssel in Bar rechts neben dem Rathaus
Durch flache Landschaft, meist Weideflächen setzt sich der Weg fort. Dann geht es quer über den Flugplatz und weiter nach Valdesalor, Rechts am Ortsrand entlang zu der großen Raststätte. Zeit für den 2. "con laiche". Senkrecht gehen wir über die Strasse, überqueren die Autobahn und stossen später auf die Nationalstrasse,. die wir später unterqueren. Links steigt der Weg weiter an, über den Hügel, wieder über eine Straße und wir beginnen uns auf einer Piste Caceres zu nähern. Immer gerade aus, auch im Ort bis wir zum Altstadthügel kommen. Die Zeichen führen uns ins Zentrum und der große Platz lädt zum Schlummern? ein. Viele Muschelspuren an Kirche und Hausfronten können wir entdecken. Die Figuren werden zur Semana Santa, der heiligen Woche vor Ostern durch die Stadt getragen. Inzwischen gibt es eine private Herberge hier. Aber der Weg bringt uns weiter aus der Stadt, über Strassen, einen Kreisverkehr und dann an felsigen Hängen erst der Strasse entlang, dann auf Pisten unter einigen Brücken durch nach Casar de Carceres.
Die Herberge ist kostenlos, Bars gibts drumherum.
11. Etappe von El Casar de Caceres nach Canaveral
Länge 38 km
Übernachtungsmöglichkeit: Pilgerherge, Schlüssel in Bar nahe Ortsende

Wir gehen der gleichen Strasse weiter, auf der wir angekommen sind. An der Jakobskirche vorbei auf einer guten Piste immer weiter und weiter. An einer Stelle scheint der ursprüngliche (römische?) Weg noch sichtbar (rechts), später liegen noch einige Säulen herum. Der Fels schaut überall heraus, deshalb könnte es sehr alt sein.
Dann erkennen wir den Stausee Embalse de Alcantara, dem wir einige Zeit auf der N830 nach rechts folgen werden.
Links noch die Albergue de Alcantara, die seit 2015 geschlossen ist, dann geht der Weg wieder nach rechts den Hügel hoch, den wir bis zur Abzweigung nach Carnaveral nicht verlassen.
Meine Erfahrungen in Canaveral sind unangenehm, da ich mir hier meine Därme ruiniert habe und seitdem keine Eiswürfel mehr in spanischen Getränken dulde. Hinten im Ort gibt es eine Pensionistenbar, wo man den Schlüssel zu einer Wohnung erhält, die Pilgerherberge ist.

 
12. Etappe von Canaveral über Galisteo nach Carcaboso
Länge 40 km
Übernachtungsmöglichkeit: Zimmer bei Dona Elena

Auf der Strasse geht es hinaus und später nach links, dann eine Piste den Berg hoch, später an einem Nachtclub vorbei nach Grimaldo. Später schien es mir, dass auch ein direkter Weg an Grimaldo vorbei existiert.

An einer Stelle im Unterholz habe ich mich mal zu sehr nach links orientiert und kam zu einem Bewässerungskanal, der mich in einen kleinen Ort in eine Bar brachte. Ich musste anschließend nur ein wenig der Strasse nach, um wieder auf den Weg zu kommen. Links kommt dann Grimaldo, wo jetzt (April 2011) die neue Herberge für 70 000 € fertig gestellt wurde. Wir gehen aber noch einige Schritte weiter nach Carcaboso.
In der 2. Bar sollte man nach der Dona Elena fragen. Inzwischen ist diese sehr liebenswürdige Dame gehbehindert und vermietet aber immer noch Zimmer.Sie hat sich immer um Pilger gekümmert und mir mal 2004 hinterher telefoniert, ob ich auch gut angekommen bin (Bild rechts unten).

Hier sollte man sich nochmals gut versorgen, da lange nichts kommt.
13. Etappe von Carcaboso durch den Arco romano de Capara nach Aldeanueva del Camino
Länge 38 km
Übernachtungsmöglichkeit: Pilgerherge, offen

Es geht weiter über und durch Viehweiden, manchmal über Zäune, dann auf breiter Piste zum Arco romano de Capara.
Wenn man Glück hat ist das Cafe an der Ausgrabungsstelle geöffnet. Dort bietet auch ein abseits gelegenes Hotel seine Dienste an und man wird abgeholt und zurück gebracht.
Der Herr unten mit dem größeren Gepäck ist Juan, damals noch Präsident der asturischen Jakobusgesellschaft und bereift - José aus Barcelona.

Im weiter auf Pisten und Teerstrassen bis zur N630, unten durch, dann in großem Abstand auf einem Feldweg parallel dazu bis nach Aldeanueva del Camino. Dort ist in dem gelben Haus eine Pilgerherge eingerichtet. Nicht weit weg ist eine ganz freundliche Pensionistenbar, wo alle kullinarischen Bedürfnisse gedeckt werden.

14. Etappe von Aldeanueva del Camino über Banos de Montemayor nach Calzada de Bejar
Länge 22,5 km
Übernachtungsmöglichkeit: Pilgerherge Ortseingang links (Alba y Soraya)

Nun folgt eine kürzere Etappe, die aber unangenehme Teile hat. Bis wir in Banos de Montemayor (Bild rechts unten, zurück) sind, bleiben wir an der Strasse. Erst dort geht es hindurch und auf einen gepflasterten Weg hinauf, später über die Straße in die Region Salamanca.
Durch den Höhenunterschied und die Berge wurde es kälter und nässer. Auch das frische Grün war vielfach verschwunden. Aber die Wege bleiben sehr angenehm, schlängeln sich hinauf und hinunter bis wir Calzada de Bejar erreichen.

Am nächsten Morgen habe ich beim Frühstück der Hospitalera von meinen ersten Erfahrungen 2004 hier erzählt, als es noch keine Herberge gab und eine Frau nur für mich die Bar aufgeschlossen hatte (Bild rechts unten).
Sie hätte bei meiner Ankunft gedacht, dass sie mich kennen würde - es sei sie gewesen, die die Bar für mich geöffnet hatte. Ein berührender Moment, nach 7 Jahren. Ich versprach wieder zu kommen.
Hier wird für die Pilger gekocht, auch ein Frühstück wartet bei Bedarf.

15. Etappe von Calzada de Bejar über Valverde de Valdelacasa nach Fuenteroble de Salvatierra
Länge 20,5 km
Übernachtungsmöglichkeit: Pilgerherge, Schlüssel in Bar nebenan
Durch den Ort mit den schönen Balkonen (unten), über die Strasse und dann immer geradeaus. In Valverde gibts eine Bar, man läuft direkt daran vorbei. In Höhe eines großen Steinbruchs macht der Weg einen Linksbogen, die direkte Verbindung ist wohl nicht begehbar. Viehweiden rechts und links, viele Vögel und Störche, dann in der Nähe von Fuenteroble kommen wir auf die Strasse und folgen der Hauptgasse in den Ort. Am Ende links, schon am gemalten Pilger erkennbar, das Haus vom Pfarrer Blas (links). Dort geht alles auf Spendenbasis. Man wird zu allen Mahlzeiten eingeladen und kann sich breit machen. Es gibt 80 Betten in verschiedenen Räumen.
2011 war Antoni aus Sao Paulo (rechts) der braungebrannte Hausknecht. Er spricht 5 Sprachen, wie er sagt und will die Welt kennen lernen. Aber er wurde immer wieder als unerwünscht betrachtet, auch in Deutschland.
Ich war nun das 2. Mal schon hier und ich habe mich wiederholt sehr unwohl gefühlt. Die Gegenwart dieses Pfarrers ist mir unangenehm. Im Ort hat man mir gesagt, dass man ihn gerne weghaben möchte. Er scheint wohl gegen Dorfregeln zu verstossen zu haben. Obwohl er schon seit vielen Jahren seine ganze Kraft und Energie in die Pilgerherberge steckt.
16. Etappe von Fuenteroble de Salvatierra nach San Pedro de Rozados
Länge 29,6 km
Übernachtungsmöglichkeit: Pilgerherge, offen

Schon aus weiter Ferne sehen wir die Windräder, auf die wir zulaufen müssen. Eine breite Piste bringt uns zu der Hügelkette, an derem Fuß man auch nach rechts den Berg umgehen kann. Wir steigen aber hoch und bewegen uns dann rechts unterhalb des Kamms. Fehl gehen ist unmöglich, da rechts und links unüberwindliche Zäune das Vieh einsperren. Es gibt da missverständliche Zeichen.
Oben sehen wir die Fortsetzung des Weges an der Landstrasse (Bild unten). Aber es gibt nahezu keinen Verkehr, auch der Weg, oft paralle zur Strasse ist angenehm. An der Finca Calzafilla de Mendigos sehen wir prachtvolle Schweine, die sehr viel Auslauf haben.
So erreichen wir San Pedro und dürfen am Ortsrand nicht den ersten Pfeilen nach rechts folgen, dort ist ein Hostal. Die Pilgerherberge ist 50 Meter weiter links im Ort nahe dem Lebensmittelladen.
Das Haus ist immer offen, die überwältigende Hospitalera kommt am Abend. Ein Gast schrieb im Februar: ...wenn sie mich noch einmal angefasst hätte, wäre ich geblieben... (Bild links unten).

Es sind zwei Schlafräume, ein Wohnzimmer mit einer vollautomatischen Kaffeemaschine und immer Milch im Kühlschrank. Also ein top Service! Ich war alleine und hatte alles für mich!

Bild links: Herberge von San Pedro

17. Etappe von San Pedro de Rozados nach Salamanca
Länge 20,5 km
Übernachtungsmöglichkeit: Pilgerherge rechts hinter der Kathedrale, ab 16 Uhr geöffnet

Einige Zeit nach dem Ort biegen wir nochmals nach links ab und laufen auf gerader Piste weiter. Durch Morille durch (Bild links unten). Es soll eine Bar geben. Weite an einer Solaranlage und einem See vorbei über Hügel, bis wir in der Ferne Salamanca sehen. Noch eine Kuppe überwinden, uns eher links halten, wenn das Zeichen fehlt und geradeaus weiter bis zur Kathedrale.

Der links unten war ein verrückter aber sympathischer Plattenaufleger aus Barcelona, der immer unter Volldampf stand. Jener dahinter ein ganz drahtiger Rentner, der mich weit zurück gelassen hat.

Am 28. März 2011 war mal wieder Schluss (Bild rechts, dahinter).
Pilgern auf Spanischen Wegen ist auch ein Eintauchen in eine andere Kultur. Man sollte immer gelassen bleiben und sich über die kleinsten Dingen freuen.

Auch am frühen Morgen meiner Abfahrt habe ich noch ein kurzes Gespräch mit einem sportlichen älteren Frühaufsteher geführt und gespürt dass wir uns verstanden haben.
Es sind die Begegnungen die wichtig sind und ihre Spuren in den Herzen hinterlassen.

"Zuhause bin ich, wo ich bleibe, wenn ich gehe"

Der dritte Teil wird noch etwas dauern, aber gelaufen bin ich den schon 2010 .

Starzeln am Jakobsweg 25.4.2011

Materialien:

Die aktuelle spanische Liste der Herbergen von 2013

Wegbeschreibung von 2008 von Sevilla nach Aldeanuevo

Locus Pro fürs Smartphone

Via Augusta von Cadiz nach Sevilla

Teil 1: Von Sevilla nach Merida
Teil 2: Von Merida nach Salamanca (Zurüch zum Anfang)
Teil 3: Von Salamanca nach Puebla de Sanabria
Teil 4: Von Puebla de Sanabria nach Santiago

Weitere Wege auf der Iberischen Halbinsel