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9 Seiten von meinem Buch

 
 
 
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Über die Pilgerfahrt nach Santiago
 
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Via de la Plata

Teil 1: Von Sevilla nach Merida
Teil 2: Von Merida nach Salamanca
Teil 3: Von Salamanca nach Puebla de Sanabria
Teil 4: Von Puebla de Sanabria nach Santiago

Salamanca ist eine kulturell bedeutende Stadt, sicherlich angenehm zum studieren, aber auch zum Leben. Die Kathedrale und das Muschelhaus lohnen einen Besuch. Das Nachtleben ist sehr vielfältig.
1. Etappe von Salamanca über Calzada de Valdunciel nach El Cubo de Tierra de Vino
Länge: 35,4 km
Übernachtungsmöglichkeit: Pilgerherberge in der Kirche
Auch in diesem Abschnitt sind die Wegzeichen hervorragend und man bedarf um ans Ziel zu kommen, außer einer Orts- und Kilometerliste, keinerlei Zusatzinfos.
Wenn wir Salamanca verlassen haben, gehen wir auf einer wenig hügeligen Getreidelandschaft, die vereinzelt mit Bauminseln versehen sind. Es sind sandige Traktorwege, die das Gehen einfach machen. Wir passieren Aldeaseca de Armuña, Callanos de Villiqueira, Calzada de Valdunciel und erreichen El Cubo de Tierra del Vino. Ich bin da nach rechts vom Weg abgekommen und einige Zeit an der Straße entlang gelaufen und habe ein größeres Gefängnis passiert. Die Wartenden an der Bushaltestelle musste ich natürlich mißtrauisch beäugen. Wenn wir dann in die Provinz Zamora kommen, biegt die Straße nach links ab und führt direkt ins Zentrum von El Cubo.
Die Pilgerherberge befindet sich in den Räumen der alten Kirche.

Pfarrer in El Cubo 2003
2003 waren die Betten total durchgelegen, so dass ich ein dort herumstehendes großes Kreuz unter die Matraze gelegt habe um besser schlafen zu können. Ob man heute noch vom Pfarrer richtiggehend zum Abendessen genötigt wird, vermag ich nicht zu sagen. Wenn ja, sollte man die Spende anschließend nicht vergessen.
2. Etappe von El Cubo de Tierra de Vino über San Marcial nach Zamorra
Länge: 33 km
Übernachtungsmöglichkeit: neue Pilgerherberge von 2010

Unser Weg führt uns aus dem Ort durch eine landschaftlich reizvolle Gegend. Es bleibt flach und wir bewegen uns durch Getreidefelder und Weinanbaugebiete. Wir passieren Steineichenwälter und kommen nach Villanueva de Campeán, wo es hoffentlich auch heute noch eine Bar gibt.
Bald sehen wir in der Ferne die Skyline von Zamora. Auch hier gehen wir über eine Römerbrücke zur der auf einem Hügel gelegene Stadt. Dort im älteren Teil der Stadt finden wir eine 2010 neu eingerichtete, im Winter beheizte Pilgerherberge. Bei den Temperaturen im März 2010 ein Genuß!
Wenn man hier Anfang März durch kommt, sollte man die Umzüge der örtlichen Karnevalsvereine nicht verpassen. Eine unglaublich Buntheit der Kostüme und ein beinahe südamerikanischer Flair machen sich in den Strassen breit. Es ist meine Lieblingsstadt auf diesem Weg.

Ein abendliche Rundgang nach links zur Kathedrale und dem alten Castillo ist lohnend, da sich hier schöne Ausblicke auf die Umgebung ergeben.
Nach rechts gehts in die umtriebige Stadt. Da kann man sich in den Füßgängerzonen den Menschmassen ergeben, die lauthals diskutierend an Läden und Bares vorbei flanieren. Gehen Sie doch mal in die Bar La Canoa.
3. Etappe von Zamorra über Roales del Plan nach Montamarta
Länge: 19 km
Übernachtungsmöglichkeit: Pilgerherberge, Tel: 980 55 01 12, immer offen
Anfangs ist der Wege etwas straßenlastig bis wir nach Roales del Pan kommen.Hier gibt es ein Einkaufsladen und eine Bar. Auf dem weiteren Weg kann uns hier höchsten schlechtes Wetter, welches die Pistenwege aufweicht, stören. So erreichen wir Montamartha. Extra Wegezeichen bringen uns nach rechts zu einer immer geöffneten Pilgerherberge. Davor unterquert man noch die Brücke unter der N630 durch einen Bach (verm. nur im Winter). Da aus Beton, ist hier der Aufenthalt in den kalten Jahreszeiten, nur mit einer kleinen Elektroheizung beheizt, ziemlich beschwerlich. Ich habe Mitte März morgens 11 Grad im Schlafraum gemessen. Es gibt dort auch einen offenen Kamin, der aber nur Rauch in die Räume verteilt.
Dem Weg an der Straße weiter folgend, gibt es rechts eine Bar und ein Restaurant.
4. Etappe von Montamarta über Riego del Camino nach Granja de Moreruela
Länge: 21,8 km
Übernachtungsmöglichkeit: Pilgerherberge am Ortseingang rechts, Tel: 980 58 70 05, Schlüssel in der Bar nebenan

Wir überqueren den Stausee, der vom Rio Tesla gespeist wird, rechts auf der Straße, wenn er Wasser führt oder mitten hindurch, wenn es Sommer ist. Wir passieren die auf einem Absatz gelegene Kirche Links unten) und bleiben im wesentlichen auf mehr oder weniger ebenen Wegen bis zur ersten Straßenquerung. Später gilt es noch den Weg rechts am nächsten Stausee entlang zu finden. Wir passieren Fontanillas de Castro, Riego del Camino und erreichen Granja de Mureruela. Die Pilgerherberge mit angeschlossener Bar findet sich links am Ortseingang. In dem davor stehende Gebäude, das wohl Versammlungen dient, habe ich 2003 schon mal in der Dusche übernachtet.

Bis vor wenigen Jahren gab es im Ort selbst noch eine Pilgerbar. Aber durch die neue Herberge ging da keiner mehr hin und sie wurde dicht gemacht. Ihr Wirt hat mir beim 1. Besuch 2002 einen Schlüssel für ein verlassenes Haus gegeben, wo ich im 2. Stock meine Matte wenigstens auf einen Holzboden legen konnte.

5. Etappe von Granja de Moreruela über Faramontanos (Herberge La Nave) nach Tábara (Man kann auch in nördlicher Richtung nach Astorga weitergehen.
Länge: 26 km
Übernachtungsmöglichkeit: Pilgerherberge (Schlüssel im Tabakgeschäft gegenüber der Kirche), Tel: 980 59 00 15

Ein kleiner Umweg führt uns zu dem Zisterzienserkloster Monasterio de Santa Maria. Es stehen im wesentlichen nur noch die Mauern. Man klettert am besten über die Abschrankung und schaut sich das Ganze einfach an. Störche nisten auf den Zinnen und man staunt über die handwerkliche Qualität der vor 800 Jahren Stein auf Stein gesetzten Mauern und erspürt den Hauch völlig vergangener Zeiten.
Danach bringt uns der auf- und absteigende Weg zum Rio Esla, den wir auf der Puente Quintos überqueren. Bei Niedrigwasser sehen wir vorne unter uns die alte Brücke. Am Brückenende gehen wir den schmalen Pfad nach links, der uns durch schöne Landschaft anfänglich noch am Fluß, später hoch hinauf auf die Ebende bringt. Auf der Finca Val de la Rosa wurde ich bei meinem ersten Besuch 2003 überraschend eingeladen und erst wieder am frühen Abend gesättigt und mit viel Alkohol im Blut entlassen. Die Jungs haben mich mit ihrem Allrad vollends nach Tabara gebracht. Aber 2010 habe ich dort, da ich in Gesellschaft war, auf einen Besuch verzichtet und bin den Weg gänzlich gelaufen. In Faramontanos de Tábara kann eingekehrt werden. Danach geht es auf Pisten weiter, die einen weiten Blick ermöglichen, bis Tábara.


Zisterzienserkloster Monasterio de Santa Maria aus dem 12 Jh.


Bei Niedrigwasser sieht man noch die alte Straße mit Brücke über den Fluß


Eine außergewöhnliche Einladung


Pilgerherberge in Tabara. 2004 und 2010

Die Pilgerherberge (links, wie sie war und ist), ist leicht zu finden. Beim ersten Mal, als ich im Anfang März hier war, stand der Schimmel zentimeterhoch auf den Kopfkissen. Damals waren die einzigen Möglichkeiten, Wärme reinzubringen, die Heizplatten vom Herd einzuschalten. Inzwischen ist es aber besser geworden. Im Zentrum gibt es noch das Hostal und Restaurant "El Roble" , wo auch günstig übernachtet werden kann. Tel: 980 59 03 00
6. Etappe von Tabara über Santa Croya de Tera nach Santa Maria de Tera
Länge: 23 km
Übernachtungsmöglichkeit: Santa Croya - Priv. Pilgerherberge Casa Anita, 980 64 52 44, Sta. Maria - unbek. Privatquartier
Man bleibt auf der rechten Seite der C525 auf sandigen Pisten, quert später die Straße und erreicht nach einem hügeligen Gebiet mit ausgedehnten lockeren Wäldern Bercianos de Valverde (Bar) und nach einer weiteren schönen Strecke auf Kiespisten, die Straße nach Sta Croya de Tera. Hier kann ich das am Ortsende gelegene Casa Anita empfehlen, für das unterwegs schon viel Werbung gemacht wurde. Man wird auch frühzeitig von Anita abgefangen, der örtliche Buschfunk meldet wohl rechtzeitig ankommende Pilger. Bild unten zeigt die dort übliche Art zu heizen. Mit Holzkohle gefüllt unter dem Tische auf dem eine bis auf den Boden reichende Decke liegt. Darunter bleibt es warm, so dann auch die Füße.

Fußheizung unter dem Tisch


Santa Croya de Tera & Anita


Santa Marta de Tera
Nach Santa Marta de Tera sind es noch 2 km an der Straße entlang, dann über den Fluß. Die schon aus der Ferne sichtbare Kirche rechts, sollte unbedingt besucht werden, wegen der Jakobusfigur (s. Bild rechts oben). Sie befindet sich außen auf der Rückseite der Kirche.
7. Etappe von Santa Marta de Tera über Rionegro del Puente nach Monbuey
Länge: 36 km
Übernachtungsmöglichkeit: Pilgerherberge
Anfänglich geht es links durch eine parkähnliche Landschaft am Fluß entlang. Später überqueren wir den Fluß Tera nach links, folgen ihm weiter auf schönen Pisten durch lichte Wälder, passieren Calzadilla de Tera, dann Olleros de Tera (da kann man übernachten, C. las Eras). Dann überqueren wir die Staumauer und folgen dem Stausee auf der rechten Seite und durchqueren danach das Dorf Villar Farfon. Nach 6,5 km erreichen wir auf wirklich schönen Wegen Rionegro del Puente, wo es auch eine schöne Herberge in einem historischen Haus gibt( 980 65 20 27, Schlüssel an der Bar Central, auch Privatquartiere). Noch weitere 8,5 km sind es unter der Autobahn durch nach Monbuey. Dabei bleiben wir meist auf Feldwegen weit von den Straßen entfernt. Erfreulicherweise rücken hier die Dörfer immer näher zusammen, so dass die Versorgung immer bequemer wird.

Rio negro del puente

Manchmal herrscht hier eine unglaubliche Stille


Monbuey

Einst führte hier die N620 mit all ihrem Verkehr durch das Städchen. Es war viel mehr los, mehr Menschen, mehr Geschäfte, mehr Hotels und vermutlich auch mehr Arbeitsplätze. Der Verkehr geht jetzt über die neugebaute Autobahn und Mombey schläft wieder.
8. Etappe von Monbuey über Asturianos nach Puebla de Sanabria
Länge: 33 km
Übernachtungsmöglichkeit: priv. Pilgerherberge Casa Luz, Tel.: 980 62 02 68, 200 m vor der Brücke über den Tera.

Wir bleiben links der N620, durchqueren unzählige kleine Weiler, sehen linker Hand wieder einen Stausee, überqueren die Autobahn, gehen durch weitere romantisch-verfallene Ortschaften und erreichen die Vorstadt von Puebla de Sanabria. Die Autobahn ist wieder da und wir bleiben auf der Straße bis wir am Fuße des alten Ortschaftskerns noch über die Brücke müssen (200 m davor, die Herberge). Dann noch den steilen Weg hoch zur Burg und zur sehenswerten Altstadt mit allen Angeboten. Mir wurde damals ein Unterrichtsraum im Rathaus zugewiesen, wo ich erst das Unterrichtsende abwarten musste, bis ich mich ausbreiten durfte. Von hier gibt es gute Busverbindungen in alle Richtungen.
Im März 2004 war für mich hier Endstation. Aber ich kam 3 Monate später zurück um im Heiligen Jahr am Jakobstag rechtzeitig Santiago zu erreichen, um meine unzähligen Sünden loszuwerden;-).


Puebla de Sanabria


Rathaus von Puebla

Materialien:

Die aktuelle spanische Liste der Herbergen von 2013

Wegbeschreibung von 2008 von Sevilla nach Aldeanuevo

Anfang: Via Augusta von Cadiz nach Sevilla

Teil 1: Von Sevilla nach Merida
Teil 2: Von Merida nach Salamanca
Teil 3: Von Salamanca nach Puebla de Sanabria
Teil 4: Von Puebla de Sanabria nach Santiago

Weitere Wege auf der Iberischen Halbinsel