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9 Seiten von meinem Buch

 
 
 
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Via de la Plata (Baustelle)

Teil 1: Von Sevilla nach Merida
Teil 2: Von Merida nach Salamanca
Teil 3: Von Salamanca nach Puebla de Sanabria

Teil 4: Von Puebla de Sanabria nach Santiago (244 km)

Man kann ab hier gut im Hochsommer laufen. Das Klima ist sehr erträglich. Weiter im Nordwesten kann es auch gelegentlich leicht regnen. Für eine 14 Tage-Reise wäre das hier ein guter Startpunkt, da es gute Verbindungen nach Zamora und Madrid gibt.

Der Weg wird schon ab Granja de Moreruel Camino Sanabrés genannt. Weitere umfangreiche Infos und Karten mit Höhenprofil, aber auf spanisch finden Sie auch hier.

1. Etappe von Puebla de Sanabria über Requejo nach Padornelo
Länge: 23,6 km
Übernachtungsmöglichkeit: Pilgerherberge
Wir verlassen den Ort hinten den Berg hinunter. Es geht dann einige Zeit an der alten N525 entlang, später weiter, etwas abseits, nahe des Flusses Castro.
In Terroso wandern wir an der Santiagokirche vorbei nach Requejo (Pilgerherberge, im Rathaus fragen) durch die historischen Gassen. Dann wird es hügeliger und bergiger. Kastanien und Steineichen säumen den Weg. Im Sommer duftet der Ginster.
Wir bleiben nahe der Straße. Dann noch durch einen Tunnel und unter der Autobahn durch und wir sind bald in Padornelo.
Es gibt hier eine Bar mit Essensangebot.
2. Etappe von Padornelo über Lubian, Vilavella, O Pereiro nach A Gudinia
Länge: 33,1 km
Übernachtungsmöglichkeit: Pilgerherberge

Wir verlassen über die alte Straße nach Lubian den Ort, nehmen später einen schmalen Weg mit viel Unkraut bis Aciberos. Links finden wir eine Einsiedelei, aber keine Versorgung. In Lubian gibt es eine Pilgerherberge (im Rathaus fragen), Bar und Laden.
Auf einer Betonpiste geht es weiter an der Kirche der Jungfrau von Tuiza vorbei in Reichweite der Autobahn und alten Tunnels. Wir erreichen Vilavela mit einem besonderen Relief am Kirchenportal. Ein schmaler Weg, manchmal auch ein Bachbett bringt uns auf den Berg, wo Galicien bei A Canda (1200m) beginnt. Der Ab- und späterer Aufstieg durch O Pereiro (940 m) und O Canizo (1100m) ist gemächlicher. Durch die teilweise verfallen alten Orten hindurch erreichen wir die größere Stadt La Guidina.
Es gibt hier eine große Pilgerherberge und eine Bahnstation. Ab Galicien weitere Infos mit Karten hier!


Autobahnbrücke, Jogger und der Kirchturm von Tiuza.

Schöne Aufstiege in der Hitze 2004, im März 2010 eisigkalt
Besuchenswert ist die Castillo de Monterrey. Es wurde im 12. Jh. von Alfonso Henríquez gebaut, später von Pedro I. dem Grausamen genutzt. Das romanische Monasterio de San Martín de Castañeda hat vorchristliche Grundmauern und wurde zwischen dem 10. und 12. Jh errichtet.
3. Etappe von La Gudinia über Campobecerros nach Laza
Länge: 34,4 km
Übernachtungsmöglichkeit: kommunale Pilgerherberge mit 36 Plätzen, Schlüssel bei der Protectión Civil
Nach einem kurzen Anstieg bleibt man auf einem Höhenzug auf 1000m und hat einen wunderschönen Blick über eine Hügellandschaft mit viel Ginster und Gestrüpp. 2004 hat es an vielen Stellen gebrannt und es roch nach Rauch. Die Eisenbahn schlängelt sich im Tal unter uns mal rechts und links. Rechts sehen wir den weitläufigen Stausee von Las Portas. Nach 15 km sind wir in Campobecerros. Die Landschaft bleibt bergig mit dichteren Wäldern geht es über Porto Camba und As Eiras nach Laza hinunter (450m).
Da die am Ortsrand liegende Pilgerherberge neu ist, wurden die schlecht zu öffnenden Fenster inzwischen sicherlich nicht ausgetauscht, was im Sommer ein Problem darstellt. Ich habe dann vor der Tür im Gras übernachtet, mit den Erzählungen von Einheimischen im Ohr, die berichteten, dass Wölfe sich oft bis an Ortsrand von Laza trauen...

Es gibt hier ein Hostal: A Nosa (988 42 20 619). Ob ich da gegessen habe weiß ich nicht mehr, aber es war ein Vergnügen!

 

4. Etappe von Laza über Soutelo Verde nach Vilar de Barrio
Länge: 20,1 km
Übernachtungsmöglichkeit: kommunale Pilgerherberge (24 Betten)
Die ersten 6 km gehen wir noch an der mit Bäumen bewachsenen Straße entlang. Wir passieren Soutelo Verde. Dann steigt der steinige Weg ab Tamicelas von etwa 500 auf später über 900 m deutlich an. Fahrradfahrer müssen schieben. Nach weiteren 6 km passieren wir Albergueria (oder Albergueira) mit seiner Muschelbar an der Ecke, wo jeder eine Muschel mit Namen hinterlassen kann (2010).
Es ist ein hübscher aber einsamer Ort mit alten Bauernhäusern und vielen Getreide- und Maisspeicher, aber ohne Versorgungseinrichtungen..
Danach erreichen wir auf schönen Pisten in kargem Gelände, später auf der alten OU-25 Vilar de Barrio mit einer neuen Herberge und allen Konsumier- und Einkaufsmöglichkeiten. Ansonsten ist trotz 1736 Einwohnern aber hier nicht sehr viel los.

Für Radfahrer schon mühsam.

Das war 2004, 2010 gab es ihn noch.

Schöne verträumte Wege

Hauptsächlich wird hier Mais gelagert.
5. Etappe von Vilar de Barrio über Xunqueria de Ambia nach Orense
Länge: 24 km
Übernachtungsmöglichkeit: städtische Pilgerherberge, ehemals Convento de San Francisco, Tel.: 988 23 89 48, 608 86 84 34
Je weiter man nach Westen kommt, um so nebliger kann es morgens werden. Aber das verzaubert die Landschaft und erzeugt prachtvolle Sonnenaufgänge. Aber auch verbrannte Landschaft habe ich 2004 durchquert. Nach 11 km auf leicht abfallenden Pfaden ist man schon in Xunqueira de Ambia (Herberge mit 24 Plätzen). Weiter geht es auf schönen, einfach zu gehenden Wegen durch viele kleine Ortschaften und durch ein Industriegebiet und man kann schon von weitem die Stadt Orense erkennen.
Die sehr schöne Pilgerherberge im historischen Gebäude, liegt rechts oben auf dem Berg. Dort habe ich den nettesten Hospitalero (Spanier aus Valencia) und im Jahr darauf den unangenehmsten (ein Sachse aus Leipzig) erlebt. Letzterer hatte außergewöhnlich gut entwickelte preussische Tugenden, die wie ich vermute und auch erlebt habe, wohl auch in der DDR erfolgreich waren.

Sehr empfehlenswert ist es vom Hauptplatz in der Altstadt um ca. 16 Uhr mit dem Traktor-Bähnchen gemütlich aus der Stadt hinaus zu den römischen Quellen zu fahren. Es ist ein Genuß sich dort in warmen Wasser zu räkeln.

Verbrannte Erde

Orense

Johannes der Täufer

Heiße römischische Quellen

Ein Hospitaleiro nach meinem Geschmack
Weil es so schön hier war und das Nachtleben lebendig, blieb ich 2004 gleich 2 Tage. In der Altstadt gibt es eine kleine Bar mit einer Frau die ihr halbes Leben in der Nähe von Tübingen verbracht hat. Empfehlenswert sind dort Froschschenkel ;-)
6. Etappe von Orense über Tallancos, Viduedo und Casasnovas nach Cea
Länge: 21,6 km
Übernachtungsmöglichkeit: kommunale Pilgerherberge San Christovo de Cea (42 Plätze)

Wir gehen den Weg durch die Stadt zum Fluß hinunter, halten uns rechts, am Bahnhof vorbei, dann steigt der Weg steil an, so dass wir noch einige Zeit einen Blick auf Orense bewahren. Wir gehen weiter auf Lehm- und Schotterpisten durch Wälder, wandern auf Teerpisten oder mit Steinplatten belegten Wege durch kleine Ortschaften.

Oft bin ich hier in Galicien von ehemaligen Gastarbeitern angesprochen worden, die nach wenigen Jahren in Deutschland sich hier ein Geschäft, eine Bar aufgebaut und zufrieden gelebt haben und sich gerne zurück erinnern.
In Cea erwartet uns eine schöne Herberge in alten Gemäuern. Hier etwas zum Pilgerverhalten!

Im Zentrum ein besonderer Kirchturm auf freiem Platz. Sonst wirkt alles sehr verlassen. Bar und Restaurant vorhanden.
7. Etappe von Cea über Monasterio de Oseira und Estacion de Lalin nach A Laxe
Länge: 39,5 km
Übernachtungsmöglichkeit: kommunale Pilgerherberge, sehr groß!

So um die 10 km, meist auf Teerstraßen sind es bis zum in einem Tal gelegenen Kloster von Oseira. Eine rießige Anlage mit zwei Innenhöfen. Eine Führung, sofern man versteht was einem da gesagt wird, ist lohnenswert und beeindruckend.
Danach steigt der einfache Weg heftig an und gewährt einen schönen Blick auf die Doppeltürme zurück. Nach einem kurzen Aufstieg ist man oben. 2005 waren hier an vielen Stellen Brände ausgebrochen. Aber die Natur kehrt sehr schnell wieder zurück. 2010 war nichts mehr davon zu sehen.
Danach ein schmaler Pfad bergab durch Steineichen und Ginsterbüsche nach Sileda. Wir passieren Gouxa, Castro Dozon (Pilgerherberge) und kommen herunter zu Estacion de Lalin. Von dort ist es noch ein ziemliches Stück bis A Laxe. Insgesamt ein langer Weg durch viel Natur, aber auch auf viel Teer.
Es wird ein Essen in der Herberge durch ine Dorfbewohnerin angeboten. Ansonsten gibt es eine Bar mit Restaurant. Sonst aber nichts!


Früh aufstehen!

Monasterio de Oseira - dahinter der Speisesaal
Die Pilgerherberge, neu und alles aus Beton, aber weitläufig, man hört alles. Wenn noch zusätzlich ein Gruppe übernachtet, wird es anstrengend.
8. Etappe von Estacion de Lalin über Puente Ulla nach Cumbraos
Länge: 40 km
Übernachtungsmöglichkeit: kommunale Pilgerherberge

Zuerst noch an Prado vorbei, dann macht der Weg eine ziemlich Schlaufe in ein Tal mit einer romanischen Brücke. Dann auf schmalen Teerpisten und Wegen durch Taboado, Trasfontao, Silleda nach Bandeira, wo es alle Versorgung gibt. Am Ortsende rechts erst auf Teerwegen, dann Pisten und einfache Weg durch Goleta, Besteiro und Dornelas bis hinunter nach Puente Ulla. Hier gibt es gleich nach der alten Brücke ein Hostal und Restaurant mit deutschsprechender Wirtin. Durch den Ort, dann ein schmaler Aufstieg, dann kurz der Straße entlang, dann durch Walder, unter der Eisenbahn durch hinauf zu einem kleinen Ort mit Santiagobrunnen und -kapelle. Gleich danach steht rechts eine neue komfortable Herberge mit zwei Schlafräumen.

Im nachhinein habe ich Mühe diesen Ort namentlich zu benennen. Es liegt oberhalb von Cumbraos. Da sind sich die spanischen Führer nicht einig. Auch mit Gmaps kann die Herberge nicht besser einem Ort zugeordnet werden. Aber es ist am Weg!


Puente Ulla mit Eisenbahnviadukt im Hintergrund

Arme gesottene Sünder?

Herberge nahe Cumbraos

Fiesta 2005

Ende Juli ist die jährliche Fiesta. Sie wird den ganzen Tag mit Böllern angekündigt. Wer noch keinen Pulpo mit ungefilterten lokalem Roten genossen hat, ist nicht wirklich hier gewesen.
9. Etappe von Onteiro über Susana nach Santiago de Compostela
Länge: 16 km
Übernachtungsmöglichkeit: Pilgerherberge/viele Privatquartiere

Die letzte Etappe vor Santiago beginnt sehr angenehm mit schmalen Wegen, meist aus Teer, die durch lichte Eukalyptuswälder und Wiesen und an alten Ortschaften mit schönen Kirchen vorbeiführen. Es ist eine leicht hügelige Landschaft, mit viel Landwirtschaft und einzelnen Höfen und Häusern.
Wenn man sich bei größeren Häuseransammlungen mal links hält, findet man auch eine Bar für den 2. cafe con leche. Wir passieren Rubial, nähern uns der Straße bei Deseiro-Sergude und Pumares und überqueren sie bei Susana. Später öffnet sich ein weites Tal, wo wir später rechts unterhalb der Autobahn wieder hinaufgehen und eine interessante Schrottsammlung unter der Autobrücke begutachten können.
10 Minuten später, schon in Santiago, wandern wir eine gepflasterte Straße hinunter und sehen vor uns unser Ziel: die Kathedrale von Santiago de Compostela.


Die Kathedrale


Das Hotel daneben


Jakobus der "Maurentöter", bei der Eoberung Amerikas auch "Indianertöter".


Zentrale Figur in der Kathedrale


Seine Reliquien


Heilige Pforte oder Pforte der Vergebung, nur in den heiligen Jahren geöffnet.


Heilige Pforte 2010, außen


Gedroht werden muß einfach. Bleib also auch auf dem richtigen Weg...


Das ist Yves, er telefoniert!


Blick aus dem Hotel v. Josefina (Dos Campanas), gleich hinter der Kathedrale.

Materialien:

Die aktuelle spanische Liste der Herbergen von 2013

Fotos aktueller Herbergsliste:Sevilla-Caceres und Caceres-Astorga

Wegbeschreibung von 2008 von Sevilla nach Aldeanuevo

Via Augusta von Cadiz nach Sevilla

Teil 1: Von Sevilla nach Merida
Teil 2: Von Merida nach Salamanca
Teil 3: Von Salamanca nach Puebla de Sanabria
Teil 4: Von Puebla de Sanabria nach Santiago

Weitere Wege auf der Iberischen Halbinsel